DIE LUNGE

Veröffentlicht am 7. Mai 2026 um 11:55

Die Lunge – Atem des Lebens

Die Lunge versorgt unseren Körper mit Sauerstoff und scheidet verbrauchte Luft wieder aus. Sie ist damit nicht nur ein Versorgungs-, sondern auch ein zentrales Ausscheidungsorgan. Über das Ausatmen geben wir einen großen Teil dessen ab, was wir nicht mehr brauchen. Einatmen – Ausatmen. Aufnehmen – Loslassen. So steht die Lunge symbolisch für Lebenskraft, Lebenslust und Freiheit.

Was uns unsere Lunge verrät

  • Kommunikation mit der Außenwelt
  • Beziehung zwischen Innen und Außen
  • Raum, Grenzen und Freiheit
  • Sie zeigt, wie frei wir uns fühlen – in unserem Leben, in unseren Beziehungen, in unserem eigenen Körper.

  • Als paariges Organ weist sie zudem auf Beziehungsthemen hin: Partnerschaft, Nähe, Distanz, Grenzsetzung.

     

Chakra-Zuordnung – Herzchakra & Verbindung nach unten

Die Lunge ist dem Herzchakra (Anahata) zugeordnet und gleichzeitig eng verbunden mit dem Wurzelchakra.

Sie bildet eine Brücke zwischen:

 Überleben & Sicherheit (Wurzel)

 Liebe, Beziehung & Verbundenheit (Herz)

Über den Atem reguliert die Lunge nicht nur Sauerstoff, sondern auch Nähe, Vertrauen und das Gefühl von Daseinsberechtigung.

Kann ich hier sein?

Darf ich Raum einnehmen?

Darf ich leben?

 

Rhythmus und Organuhr

Die Lunge steht auch für den Rhythmus des Lebens.

Nach der Organuhr ist sie nachts zwischen 3 und 5 Uhr am aktivsten. Wer in dieser Zeit regelmäßig wach wird, darf möglicherweise hinschauen:

Wo ist mein Rhythmus aus dem Gleichgewicht geraten? Atmung, Herzschlag und Nervensystem sind eng miteinander verbunden. Harmonie entsteht, wenn diese Rhythmen fließen dürfen. Wenn Aktivität und Ruhezeiten in Balance sind.

Aktiv: zw. 3 - 5 Uhr morgens

Ruhe: zw. 15 - 17 Uhr

Das Organ des Rhythmus.

Einatmen – Ausatmen.

Annehmen – Loslassen.

Spannung – Entspannung.

Ist dieser Rhythmus gestört, gerät oft das ganze System aus dem Gleichgewicht.

Wenn der Atem eng wird

Atembeschwerden können auftreten, wenn

der eigene Lebensraum zu eng wird

Grenzen überschritten werden

Trauer, Kummer oder Angst nicht gefühlt werden

Freiheit eingeschränkt erlebt wird

Viele Redewendungen spiegeln das: Mir stockt der Atem. Das raubt mir die Luft. Ich muss mir Luft machen. Der Atem reagiert unmittelbar auf emotionale Zustände. Er ist ehrlich. Direkt. Unbestechlich.

Zurück in den Fluss – durch den Atem

Bewusstes Atmen kann ein kraftvoller Weg zurück sein:

  • beobachten, ohne zu verändern
  • wahrnehmen, ohne zu bewerten
  • dem Atem Raum geben

Schon wenige Minuten achtsamer Atembeobachtung können zentrieren und beruhigen. Der Atem bringt dich zurück in dich.

Meridian & energetische Verknüpfungen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist die Lunge Teil des Funktionskreises Lunge–Dickdarm.  Diese beiden Organe arbeiten als energetisches Paar und ergänzen sich auf tiefer Ebene.

 Die Lunge nimmt auf – Atem, Leben, Impulse, Eindrücke

 Der Dickdarm lässt los – Altes, Verbrauchtes, Überholtes

Beide stehen für das Prinzip von Aufnahme und Abgabe, von Kommen und Gehen, von Kontakt und Abgrenzung. Der Lungenmeridian beginnt im Brustraum, zieht über Schulter, Arm und Daumen bis zur Daumenkuppe. Die Haut gilt in der TCM als das „äußere Lungenorgan“. Grenzen, Berührbarkeit, Schutz und Abwehr spiegeln sich hier wider.

Organkommunikation – in Beziehung gehen

Du kannst mit deiner Lunge in Kontakt treten.

Sprich mit ihr. Lausche. Frage, was sie braucht.

Organe besitzen ein eigenes Bewusstsein.

Über achtsame, liebevolle Zuwendung kann sich Spannung lösen – und Vertrauen entstehen.

Die Lunge – deine Flügel.

Sie kann dich tragen, wenn du ihr Raum gibst.

 

Finde deinen eigenen Rhythmus.

Deinen eigenen Weg.

Deine eigene Körperweisheit.

Einladung & sanfter Abschluss

Vielleicht magst du dich fragen:

Wo fühle ich mich eingeengt?

Wo wünsche ich mir mehr Freiheit?

Wo darf ich loslassen?

Ganz konkret - in welchen Situationen halte ich den Atmen an?

 

Der Atem kennt die Antwort.